Akustik als Architektur: Warum Ruhe planbar ist
Akustik wird oft als Nachsorge behandelt: Wenn der Raum zu laut ist, werden Schallschutzplatten angebracht. Doch das ist wie ein Pflaster auf einer Wunde, die nie hätte entstehen dürfen. Wir setzen auf präventive Akustikplanung, die Raumgeometrie, Materialien und Nutzung von Anfang an als Einheit denkt.
Die Bausteine guter Raumakustik
Drei Faktoren bestimmen die akustische Qualität eines Büros: die Geometrie des Raums, die Oberflächenbeschaffenheit und die Art der Nutzung. Hohe Decken mit diffuser Beschaffenheit, textilbespannte Wände und gezielt platzierte Absorber können aus einem halligen Großraumbüro einen ruhigen Arbeitsort machen.
Deckensegel, Wandabsorber und textile Flächen arbeiten als Team.
„Ruhe ist kein Luxus, sondern eine planbare Raumeigenschaft." — Thomas Logistik
Von der Theorie zur Praxis
In einem aktuellen Projekt für ein Medienunternehmen reduzierten wir die Nachhallzeit um 40 Prozent, ohne dabei die offene Raumstruktur aufzugeben. Das Geheimnis lag in der Kombination von Deckensegeln, Teppichfliesen mit hohem Schluckgrad und akustisch wirksamen Raumteilern, die gleichzeitig als visuelle Struktur dienen.
Maßnahmen mit messbarem Effekt
- Deckensegel aus Mineralwolle reduzieren Schallreflexionen um bis zu 60 Prozent
- Textile Raumteiler absorbieren Sprechschall und schaffen visuelle Zonen
- Teppichfliesen mit offener Nadelzone dämpfen Trittschall und Hall
- Akustiklamellen an Wänden verhindern unerwünschte Schallfokussierung
Empfohlene Akustikmaterialien
- Mineralwolle – Hoch absorbierend, feuerfest und in vielen Formen verfügbar.
- PET-Filz – Recycelbar, farbig und vielseitig als Wand- oder Deckenpaneel.